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Unser Schulhof wird bunter

Der Sommer macht es uns wirklich nicht leicht! Nun haben wir das Geld und so viele Freiwillige, die mitarbeiten wollen, aber da die Arbeit draußen stattfindet und der ,,Sofabau" nun wirklich keinen Regen vertragen kann, vertrösten wir uns von einem auf den anderen Tag.

Nach drei Anlaufen treffen sich am Nachmittag endlich Kinder aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen, Eltern und Lehrerinnen um an der Verschönerung des Schulhofes mitzuwirken.

Aus Gasbetonsteinen und Zement werden überdimensionale Sofas geschaffen. Zunächst werden die Steine aufeinander gesetzt. Einige müssen geschnitten werden, da hilft uns zum Glück die Fachfrau vom Bau. Wenn die grobe Form steht, müssen Schichten von Zement aufgetragen werden, dazwischen halt Gitexgewebe das Ganze. Immer wieder rutscht die zähe Masse ab, da ist Fingerspitzengefühl und vor allem Geduld gefragt. Als alles trocken ist, werden die Sofas gestrichen, zunächst mit Vorstreichfarbe, dann mit Fassadenfarbe. Das eine Sofa erstrahlt in Orange, Gelb und Rot, das andere in Blau- und Grüntonen. Leider ist in unserem ach so feuchten Sommer wohl auch der Zement noch nicht ganz ausgetrocknet gewesen. Die Farbe blättert schon am nächsten Tag ab und was macht Kindern mehr Spaß, als die locker gewordenen Farbe immer weiter abzuziehen. Also auf ein Neues: Die erste Renovierung also schon nach nur einem Tag. Dafür wird es umso schöner. Auf den farblich gestalteten Sofas werden als Highlight nun auch noch Mosaike angebracht. Die Ruckseite zieren -entsprechend der Farbgebung - eine Sonne und der Sternenhimmel. Auf der Vorderseite sind Strand und Meer durch Muscheln und vielfältiges Getier symbolisiert. Nicht weit entfernt wird ein Bereich des Schulhofs, der nicht gepflastert ist, für den Bau eines Hochbeetes genutzt. Mit Zement und viel Kraft setzen Schülerinnen und Eltern die Pflanzsteine aufeinander. Nicht immer ist die Reihe absolut gerade, was den Perfektionisten stören mag, aber bei uns darf man sehen, dass Laien - und vor allem Kinder -etwas für die Gestaltung ihrer Schule tun. Schubkarre für Schubkarre wird die Erde auf das Beet gefahren und verteilt. Hier zeigt sich deutlich, dass die Madchen den Jungen in Kraft nicht nachstehen. Das Schönste bleibt am Ende zu tun: Hunderte von Pflanzen finden ihre neue Heimat auf unserem Schulhof.

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