Pädagogischer Grundkonsens
Die Realschule Strünkede ist die größte der vier Herner Realschulen und liegt verkehrsgünstig im Zentrum der Stadt am Herner Bahnhof.
Als einige der Besonderheiten der Schule sind zu nennen
- der bilinguale Zweig
- die verstärkte mathematische - naturwissenschaftliche Förderung in Kooperation mit der heimischen chemischen Industrie
- die Berufswahlvorbereitung in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl außerschulischer Partner (AfA, BIZ, VHS, Berufskollegs usw.) und
- das Betreuungsangebot über Mittag
Im Zentrum des pädagogischen Leitgedankens unserer Schule stehen im Bereich der Erziehungs- und Bildungsarbeit unsere Schülerinnen und Schüler mitsamt ihrer Individualität auf ihrem Weg zu einer verantwortungsbewussten und demokratisch orientierten Persönlichkeit.
Die Erziehungs- und Bildungsarbeit geschieht vor dem Hintergrund der Berufswahl-vorbereitung mit besonderem Blick auf ein gewaltfreiorientiertes Leben.
An der Realschule Strünkede wurden diesbezüglich Module zu drei ausgewählten Schwerpunkten entwickelt:
- Förderung der Lernkompetenz
- Förderung der Sozialkompetenz
- Gestaltung des Lernumfeldes
Zur Organisation der Realisierung ist im Grundkonsens der Realschule Strünkede verankert, dass unser pädagogischer Leitgedanke nicht allein im Unterricht anvisiert werden kann, sondern im gesamten Schulleben Berücksichtigung finden soll.
Auf der Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Evaluationsergebnissen werden die notwendigen Kompetenzbildungen in Kooperation mit Eltern und Erziehungsberechtigten sowie Externen gefördert.
Unsere Überlegungen zur pädagogischen Entwicklung unserer Schule orientieren sich dabei an grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen, die von außen auf die Schulform der Realschule einwirken. Hierzu gehören z. B.
- die Anforderungen des lebenslangen Lernens und der Flexibilität
- die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt
- die Wachstumsschwäche der Wirtschaft
- der Verdrängungswettbewerb zwischen den Absolventen auf allen Ebenen des Bildungssystems
- die rückläufigen Tendenzen beim Lehrstellenangebot und
- der gesellschaftliche Werteverlust
Wir sehen es daher als unsere vorrangige Aufgabe an, unsere Schülerinnen und Schüler, die am Rande des Ruhrgebiets lebend davon besonders betroffen sind, stark zu machen für ihre Lebensplanung und damit für ihre Zukunft.
Wesentliche Aufgabe ist für uns die Stärkung der Lernkompetenzen, denn gut fundiertes Wissen zu besitzen ist grundlegende Voraussetzung um außerhalb von Schule bestehen zu können. Dieses Wissen sollte intelligent und flexibel einsetzbar sein und so erworben werden, dass auch Unbekanntes erschließbar wird.
Dazu gehören für uns
- Anleitungen zum Lernen
- die Entwicklung der Selbstorganisationsfähigkeit beim Wissenserwerb
- das Angebot zum Erwerb von Lernstrategien
- Möglichkeiten zur Erkenntnis über individuelle Lernstärken und
-schwächen und der bewusste Umgang damit.
Gleichzeitig wollen wir unseren Schülerinnen und Schülern an möglichst vielen Stellen die Möglichkeit bieten, Defizite auszugleichen oder besondere Fähigkeiten und Interessen auszubauen.
Dies alles soll für uns im Einklang stehen, Schule als Erfahrungsraum so zu gestalten, dass unsere Kinder und Jugendlichen ihre Fähigkeiten, Neigungen und Bedürfnisse erkennen, leben und gestalten können.
Eine sinnvolle Gestaltung kann und soll unseres Erachtens nur möglich sein, wenn mit diesen Prozessen der Augenmerk und die Förderung auf der Gesamtpersönlich-keitsentwicklung liegt, die sowohl im erziehenden Unterricht als auch im Rahmen besonderer Maßnahmen der Entwicklung der Sozialkompetenzen weiter entwickelt werden soll.
Zur Stärkung dieser Kompetenzen erscheint es uns notwendig, Lebens- und Erfah-rungsräume auch außerhalb von Unterricht so zu gestalten, dass
- Selbstvertrauen ins eigene Handeln entstehen kann,
- die Fähigkeit zur objektiven Selbst- und Fremdeinschätzung entwickelt werden kann,
- die Bereitschaft zur Verantwortung für sich und andere gefördert wird,
-
die Akzeptanz von Regeln des Miteinanders aufgebaut wird und
- Toleranz eingeübt wird.
Nur so kann ein Gegenpol zu gesellschaftlichen Strömungen geschaffen und der Werteverlust aufgehalten werden.
Damit dies gelingen kann, wollen wir an unserer Schule auch bei der Gestaltung der Lernumgebung sowohl im unterrichtlichen als auch im außerunterrichtlichen Bereich den jungen Menschen mit seinen nach Entwicklungsstand unterschiedlichen Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellen.
Dazu gehören für uns sowohl die Gestaltung der inneren und äußeren Gegebenheiten als auch eine hohe Angebotsvielfalt, die an die Interessen der Kinder und Jugendlichen anknüpft und sie von dort aus weitergehend in ihrer Gesamtpersönlichkeit, in ihrem Wahrnehmungspotential und ihrem Verantwortungsbewusstsein weitgehend fördert.
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