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Streitschlichtung durch Schülerinnen und
Schüler ist ein Modell, das
der Gewalt an Schulen entgegenwirken kann. Kindern und Jugendlichen
wird eine
Möglichkeit aufgezeigt, wie Konflikte gewaltfrei und zur
Zufriedenheit aller Beteiligten gelöst werden können. Und
zwar ohne sie bei anderen abzugeben,
sondern in eigener Verantwortung, ohne dass Rache, Schuld oder
Siegesgefühle
zurückbleiben. Alle können sich nach dem Konflikt wieder in
die Augen sehen.
Das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler wird
gestärkt, sie erhalten ein großes Maß an Verantwortung
und sie bekommen die Chance, durch positive
Erfahrung Haltungen und Einstellungen bei sich selbst zu ändern.
So kann sich
eine Streitkultur entwickeln, die geprägt ist von gewaltfreien
Lösungen, die
Friedfertigkeit, Toleranz und Verständnis für den anderen in
den Mittelpunkt
stellt.
Während der Ausbildungzu Mediatoren (Streitschlichtern) lernen
die SchülerInnen Gesprächstechniken, die geeignet sind, bei
der Konfliktlösung, die immer durch die Kontrahenten
selbst gefunden werden muss, zu helfen. Dabei ist der Mediator, die
Mediatorin
nur Vermittler, nie Richter. Es geht nicht um die Schuldfrage, sondern
um
Ausgleich. Wesentlich ist immer die Frage „was bin ich bereit
zutun, was
erwarte ich vom anderen“ damit der Konflikt beendet wird. Dabei
wird
Vertraulichkeit zugesichert und ein Vertrag abgeschlossen, dessen
Einhaltung
nach ca. 4 Wochen in einer Nachbesprechung überprüft wird.
An der Realschule Strünkede wurden im zweiten
Halbjahr des Schuljahres 1999/2000 zum ersten Mal SchülerInnen der Klassen 9 in
einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft zu StreitschlichterInnen ausgebildet. Seit dem
ersten Halbjahr des Schuljahres 2000/2001 gehen sie ihrem Dienst nach. Nach
einer intensiven Phase der Ausbildung gelang es einen funktionierenden Rollplan
auf die Beine zustellen, nach dem die StreitschlichterInnen in einem eigens
dafür hergerichteten Raum für Streitschlichtungsgespräche in den Pausen zur
Verfügung stehen.
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